Andreas Schmitten (*1980 in Mönchengladbach) studierte Philosophie und Kunstgeschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und anschließend Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Hubert Kiecol und Georg Herold. Seine Verbindung zur Akademie ist damit nicht nur biografisch, sondern auch inhaltlich interessant: Bei Schmitten wird Skulptur nicht als isolierter Körper gedacht, sondern als Konstruktion von Raum, Wahrnehmung und Verhalten.
Seine Skulpturen und Installationen erinnern häufig an Möbel, Architektur oder funktionale Einrichtungen – und entziehen sich doch jeder eindeutigen Funktion. Präzise Oberflächen, geometrische Strukturen, Wiederholungen und ungewöhnliche Maßstäbe erzeugen Räume, die vertraut erscheinen und zugleich etwas Rätselhaftes behalten. Der Betrachter begegnet nicht einfach einem Objekt, sondern einer Situation. Zwischen Modell, Bühne und Architektur entsteht eine Welt, deren Regeln erst im eigenen Sehen und Bewegen erfahrbar werden.
Schmitten lebt und arbeitet in Düsseldorf. 2012 erhielt er das Stipendium der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Kunstakademie Düsseldorf aus der Klasse Georg Herold.