Schiefweide III - Axel Brandt VG Bild-Kunst, Bonn, 2025, Mick Vincenz

Schiefweide III

Axel Brandt (*1962 in Ulm) studierte ab 1987 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Dieter Krieg und verließ die Akademie 1993 als dessen Meisterschüler. Damit gehört Brandt zu jener Generation, die Kriegs kompromisslose Auseinandersetzung mit Gegenständlichkeit und Malerei aus nächster Nähe erlebte. Sein Studium verband ihn zugleich mit einer Düsseldorfer Tradition, in der die Figur und der Gegenstand nicht als Rückzug ins Konservative verstanden wurden, sondern als Material für eine zeitgenössische, eigenständige Malerei.

Brandts Bilder nehmen häufig Motive aus Alltag, Geschichte und gesellschaftlicher Realität auf. Dabei geht es nicht um eine möglichst getreue Wiedergabe, sondern um die malerische Verschiebung des Vertrauten. Figuren, Landschaften oder Gegenstände können verdichtet, dramatisiert oder aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst erscheinen. Die Malerei bleibt gegenständlich, entwickelt aber gerade daraus ihre Irritation: Was zunächst vertraut wirkt, beginnt sich bei längerem Hinsehen zu verändern.

Brandt lebt und arbeitet seit seinem Studium in Düsseldorf. 1993 erhielt er den Markus-Lüpertz-Preis der Kunstakademie Düsseldorf, 1994 das Graduiertenstipendium des Landes Nordrhein-Westfalen und den Kunstförderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Enquiry