fächer R - Pia Fries VG Bild-Kunst, Bonn, 2026, Mick Vincenz, Essen

fächer R

Ausstellungen:

30.06.2024 – 08.09.2024
reflections.
Positionen aus der National-Bank Sammlung
Ludwig Museum im Deutschherrenhaus, Koblenz

Literatur:

– Seite 87 –
Ausst. Kat.: reflections.
Positionen aus der National-Bank Sammlung
Hrg. Beate Reifenscheid
Wienand Verlag, Köln
2024

„Meine Malerei handelt direkt von den Kräften des Farbmaterials, das sich selbstredend formt, um sich wieder von Neuem zu verwandeln.“
– Pia Fries

Pia Fries (*1955 in Beromünster) kam nach einem Studium der Bildhauerei in Luzern 1980 an die Kunstakademie Düsseldorf. Dort studierte sie bei Gerhard Richter und wurde seine Meisterschülerin. Die Begegnung mit Richter wurde zu einem wichtigen Ausgangspunkt für ihre eigene Auffassung von Malerei: Farbe sollte nicht bloß etwas darstellen, sondern selbst zum Gegenstand und zur körperlichen Realität des Bildes werden. Von 1998 bis 2000 kehrte Fries als Lehrende an die Düsseldorfer Akademie zurück.

Ihre Bilder sind weniger bemalt als vielmehr gebaut. Farbe wird gespachtelt, geschichtet, aufgetragen, verschoben und wieder abgetragen, bis sie beinahe reliefartige Qualitäten gewinnt. Formen erinnern mitunter an Pflanzen, Blätter oder organische Strukturen, bleiben aber immer in Bewegung und entziehen sich einer eindeutigen Lesbarkeit. Aus der traditionellen Fläche des Gemäldes wird ein körperliches Terrain, auf dem Farbe Gewicht, Richtung und Widerstand erhält. Die Malerei wird bei Fries damit zu einem Prozess, in dem sich Form nicht vollständig planen lässt, sondern aus dem Eigenleben des Materials entsteht.

Fries lebt und arbeitet in Düsseldorf und Luzern. Ihre Arbeit wurde international ausgestellt; seit 2023 ist sie Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

Zitat aus: https://piafries.com/vita/vita/ (Abrufdatum: 28.08.2026)

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