Diffusion und Konfusion 4 - Franka Hörnschemeyer

Diffusion und Konfusion 4

„Körper ist Raum und Raum ist Körper.“
– Franka Hörnschemeyer

Franka Hörnschemeyer (*1958 in Osnabrück) denkt Skulptur weniger als Gegenstand denn als körperliche Erfahrung. Sie studierte von 1981 bis 1987 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Stanley Brouwn und Franz Erhard Walther und wurde später selbst Professorin: Von 2015 bis 2024 lehrte sie Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Damit gehört sie nicht zur Schülergeneration der Akademie, sondern zu ihren jüngeren Lehrerinnen – und brachte einen erweiterten, stark raumbezogenen Skulpturbegriff in die Düsseldorfer Lehre ein.

Ihre Installationen greifen in bestehende Räume ein und machen Architektur körperlich erfahrbar. Gipskarton, Holz, Heraklith oder industrielle Schalungselemente werden zu Wänden, Gittern, Engstellen und Durchgängen. Der Besucher betrachtet die Arbeit nicht von außen, sondern bewegt sich durch sie hindurch. In BFD – bündig fluchtend dicht etwa verwandelt Hörnschemeyer einen Innenhof des Berliner Paul-Löbe-Hauses in eine begehbare Raumskulptur. Material, Bewegung und Erinnerung werden dabei zu einer einzigen Erfahrung. Hörnschemeyers Satz „Körper ist Raum und Raum ist Körper“ beschreibt diese Haltung vielleicht genauer als jede kunsthistorische Kategorie.

Hörnschemeyer lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Skulptur, Architektur und Wahrnehmung und fordern den Betrachter auf, nicht nur zu sehen, sondern sich im Raum selbst zu verorten.

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