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Gereon Krebber
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"Es ist gerade das Körperliche, das unmittelbar Präsente, die Epiphanie im Material, die mich nicht loslässt."- Gereon KrebberGereon Krebber (*1973 in Oberhausen) zählt zu den markanten Positionen der zeitgenössischen deutschen Bildhauerei. Von 1994 bis 2000 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf zunächst bei Luise Kimme und anschließend bei Tony Cragg und Hubert Kiecol. Prägend für seine Entwicklung war die Auseinandersetzung mit Craggs biomorphen Formfindungen und Kiecols reduzierten, architektonisch geprägten Skulpturen. Anschließend setzte Krebber sein Studium am Royal College of Art in London fort und schloss dort 2002 mit einem Master in Sculpture ab. Nach Lehrtätigkeiten in London und Hamburg ist er seit 2012 Professor für Bildhauerei im Orientierungsbereich der Kunstakademie Düsseldorf. Krebber lebt und arbeitet in Köln.Im Zentrum seines Werkes steht die Skulptur als eigenständiger, körperlich erfahrbarer Gegenstand. Krebber verwendet Materialien wie Keramik, Aluminium, Stahl, Gips, Kunststoff, Folien, Bauschaum oder alltägliche Gebrauchsgegenstände und unterzieht sie radikalen Transformationen. Aus scheinbar nebensächlichen oder schäbigen Materialien entstehen Gebilde, die zwischen organischem Körper, architektonischem Fragment und abstrakter Form changieren. Dabei interessiert ihn ausdrücklich die Widerständigkeit des Materials: Schwerkraft, Gewicht, Oberfläche und Haptik werden nicht überwunden, sondern zum eigentlichen Thema. Seine Formen sind häufig amorph oder nur andeutungsweise figürlich und fordern damit die Vorstellungskraft des Betrachters heraus. Eine Figur entsteht nicht zwingend durch das, was dargestellt ist, sondern durch das, was sich im Blick auf die Form erst als Möglichkeit entwickelt.Krebbers Arbeiten leben aus dieser bewussten Unentschiedenheit. Sie können an Körper, Tiere, Pflanzen, technische Apparaturen oder archaische Fundstücke erinnern, ohne sich auf eine dieser Kategorien festlegen zu lassen. Gerade die Brüche zwischen Material und Erscheinung, zwischen Vertrautheit und Fremdheit erzeugen ihre besondere Präsenz. In jüngeren Arbeiten hat Krebber insbesondere die Möglichkeiten der Keramik erweitert und mit glasierten, teilweise grotesk anmutenden Formen neue Spannungsfelder zwischen Skulptur, Körper und Objekt geschaffen. Die Arbeiten der Serien Tnösis, Smavos oder Hut zeigen exemplarisch, wie aus dem Material selbst eine Art fremdartiger Körperlichkeit hervorgeht. So bleibt seine Bildhauerei immer physisch und zugleich offen für Projektionen: Das Material ist greifbar, die Gestalt jedoch entzieht sich einer eindeutigen Benennung.Zitat nach: https://gereonkrebber.net/Media (Abrufdatum: 14.09.2026)