„Mit Hilfe meiner Maschinenbilder konnte ich, ohne zu suchen, die Vergangenheit wiederfinden und die Lebensprobleme der Gegenwart bewältigen. Unter jedem gelungenen Bild lag ein anderes, nur zu ahnendes Bild, das dem Geschehen an der Oberfläche seine Bedeutung gab. Ich beschloß, ein ganzes System aus den Maschinenthemen aufzubauen und meine Biographie durch sie zu erzählen.“
– Konrad Klapheck
Konrad Klapheck (*1935 in Düsseldorf; †2023 ebenda) studierte von 1954 bis 1958 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Bruno Goller. Bereits während des Studiums entwickelte er jene eigentümliche Bildsprache, mit der er später international bekannt wurde. Ausgerechnet eine Schreibmaschine wurde zum Ausgangspunkt: Aus einem nüchternen Gebrauchsgegenstand wurde bei Klapheck ein Bildwesen mit eigener Persönlichkeit.
Schreibmaschinen, Nähmaschinen, Telefone und andere technische Geräte erscheinen bei Klapheck mit geradezu unheimlicher Präzision. Ihre Geometrie wird überdeutlich, ihre Funktion tritt zurück. Aus Dingen werden Figuren – manchmal autoritär, manchmal erotisch, manchmal bedrohlich. Klaphecks Bilder bewegen sich damit zwischen Surrealismus und Neuer Sachlichkeit, bleiben aber unverwechselbar eigenständig. Die Maschine wird zum Spiegel menschlicher Wünsche, Ängste und Machtverhältnisse.
Von 1979 bis 2002 war Klapheck selbst Professor für Freie Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. So wurde aus dem Schüler Bruno Gollers später selbst ein prägender Lehrer der Düsseldorfer Malerei.