„Ur-Vogel sucht sein Ei“? - Klaus Rinke Klaus Rinke, Mick Vincenz, Essen

„Ur-Vogel sucht sein Ei“?

„Kultur ist Kommunikation. Wäre Kultur nicht, würden wir uns wie Neandertaler die Köpfe einschlagen.“
– Klaus Rinke

Klaus Rinke (*1939 in Wattenscheid; †2026 in Österreich) studierte an der Folkwangschule in Essen und kam zunächst über die Malerei zur Kunst. Nach einer radikalen Abkehr von der Malerei begann er, mit Wasser, Zeit, Bewegung und Raum zu arbeiten. 1974 wurde Rinke Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Dort entwickelte er eine interdisziplinäre Klasse, in der Bildhauer, Maler, Fotografen und Filmemacher gemeinsam arbeiteten. Die „Rinke-Klasse“ wurde zu einem wichtigen Ort für eine Kunst, die Gattungsgrenzen bewusst überschritt.

Rinkes Arbeiten beginnen häufig mit den einfachsten physikalischen Vorgängen. Wasser fließt, ein Körper bewegt sich, ein Raum wird vermessen, Zeit verstreicht. Aus diesen elementaren Situationen entstehen Performances, Skulpturen, Fotografien und Installationen, in denen der Betrachter unweigerlich Teil des Geschehens wird. Rinke machte Zeit und Raum zu künstlerischen Materialien und stellte damit eine einfache, aber weitreichende Frage: Was geschieht eigentlich, wenn wir nur beobachten?

Von 1974 bis 2004 lehrte Rinke an der Kunstakademie Düsseldorf. Er starb am 20. Januar 2026. Die Akademie würdigte ihn als Künstler, Lehrer und eine prägende Persönlichkeit ihrer Geschichte.

Zitat aus: Rinke | PDF (Abrufdatum: 31.08.2026)

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